Hilfe holen ist kein Verrat!

Theleyer Schüler gemeinsam gegen Cybermobbing und sexuelle Gewalt im Internet

Am 4. November besuchten die Schüler und Schülerinnen der Klassenstufen 6 und 7 der Gemeinschaftsschule Schaumberg Theley im St. Wendeler Saalbau das Theaterstück „Click it! Gute Seiten – Schlechte Seiten“, ein Theaterstück zur Prävention gegen Cybermobbing und sexuelle Gewalt im Netz. Die Schauspieler der Kontakt- und Informationsstelle Zartbitter e.V. gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen sprachen in lustiger und kurzweiliger Art die Chancen aber auch Gefahren des Internets schülergerecht an. Der rasante Wandel der Mediennutzung von Mädchen und Jungen wie auch die Gewalt besonders unter Jugendlichen im Internet – in Chatrooms, in sozialen Netzwerken wie Facebook oder WhatsApp wurden altersgerecht thematisiert. Die Story von „Click it!2“ greift die Erfahrungen vieler Jugendlicher auf, die von massiven Konfrontationen mit harter Pornographie, sexueller Anmache, Horror- und Ekelvideos und vor allem Cybermobbing berichten. Die Schüler und Schülerinnen lernten, dass Cybermobbing und sexuelle Gewalt im Internet keine Bagatelle ist und auch aus einem vermeintlichen „Scherz“ unter Freunden und Bekannten schnell bitterer Ernst werden kann. Besonders über Smartphones sind die Täter schnell online und ihre Opfer überall und jederzeit erreichbar. Täter und Täterinnen verschicken ihre verletzenden Videos, Texte und Bilder per SMS, Messengerdienste und via Bluetooth. Oftmals loggen sie sich in sozialen Netzwerken auch unter den Namen der Opfer ein, legen unter deren Namen Websites an oder verüben indirekte oder offene Verletzungen. Dabei schafft die Technik eine Distanz zwischen Täter und Opfer. Die Anonymität im Netz lässt die Hemmungen und soziale Kontrolle fallen. Die Theleyer Schüler und Schülerinnen erlebten ein eindrucksvolles Theaterstück und bekamen ohne pädagogischen Zeigefinger eine äußerst wichtige Botschaft mit auf den Weg: „Hilfe holen ist kein Verrat!“ Die Lehrer fanden das Theaterstück sehr ansprechend. „Es war originell, professionell aufgeführt und gut durchdacht“, so die Meinung von Klassenlehrerin Patricia Ohlmann. Eine Schülerin der 7a meinte:“ „Das Theaterstück hat mir sehr gut gefallen, vor allem am Schluss, als alle Freunde gemeinsam etwas gegen die Mobber unternommen haben“. „Man muss sich nicht schämen, wenn man sich seinen Eltern, Freunden oder Lehrern anvertraut, falls man selbst einmal Opfer von Cybermobbing oder Anmache im Internet wird“, äußerte ein Schüler der Parallelklasse. „und ich werde jetzt genauer darauf achten, was ich im Netz von mir preisgebe.“

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